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Vorstellung: Gefängnisseelsorge im Sprengel

Die Evangelische Gefängnisseelsorge stellt sich vor. (11.05.2005)

Gefaengnisseelsorge

Von Diedrich Immer

Im Sprengel gibt es eine Justizvollzugsanstalt. Sie befindet sich in Görlitz, Es handelt sich dabei um eine Untersuchungshaftanstalt. Das bedeutet, daß die meisten Inhaftierten nur bis zu ihrer Verhandlung in Görlitz bleiben. Ca. 60 Prozent der 220 Gefangenen sind - bedingt durch die Grenzsituation - ausländischer Herkunft. Überwiegend kommen sie aus den östlichen Ländern.

Die Ev. Gefängnisseelsorge nimmt seit 1992 der Pastor der Ev.-reformierten Gemeinde Görlitz, Diedrich Immer, wahr. Er stützt sich dabei auf ein kleines Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Gefängnisseelsorge bietet Einzelgespräche, wöchentliche Bibelstunden und monatlich einen Gottesdienst an. Hier hören die Gefangenen von Jesus Christus und damit von der Möglichkeit eines neuen Anfangs. Wer möchte, kann einen Taufunterricht besuchen.

Der Gefängnisseelsorge versucht auch, die ausländischen Gefangenen zu erreichen. Sie sind sehr dankbar für jede Hilfe in einem fremden Land. Die polnischen Gefangenen werden von dem katholischen Gefängnisseelsorge betreut. Die Zusammenarbeit ist unproblematisch.

Seit Anfang 1993 erscheint alle zwei Monate die Gefangenenzeitung "Durchblick". Die redaktionelle Verantwortung liegt bei dem Gefängnisseelsorger. Hier können die Gefangenen ihre Probleme zur Sprache bringen und auch ihre schriftstellerischen Fähigkeiten entfalten.

Die Gefangenenseelsorge will den Inhaftierten ein ehrliches, verläßliches Gegenüber sein. Das ist nach Matthäus 24,36 auch ihr Auftrag. "Jesus sagt: In bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen."

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