Unsere Gemeinde

Das Wort vom Kreuz – Göttliche Kraft und göttliche Weisheit

Diese Worte nach 1. Korinther 1,18.24 stehen in großen Lettern über dem Altarraum der Görlitzer Kreuzkirche. Im Jahr 2016 wird dieses Gotteshaus 100 Jahre alt und die Kreuzkirchengemeinde will das Jubiläum in gebührender Weise feiern.

Am 9. März 1916 fand die Einweihung der Kreuzkirche statt, die nach dem Entwurf von Rudolf Bitzan aus Dresden erbaut worden war. Sie vereint Jugendstil, Neoklassizismus und Ansätze der Moderne zu einem besonderen Stil, der von vielen Symbolen durchzogen ist. Sie alle weisen auf das Geheimnis des Glaubens, das die Gemeinde hier feiert und das im Zeichen des Kreuzes sichtbar wird. Das große Marmorkreuz, umgeben von Kornähren und Weintrauben als Hinweis auf das Heilige Abendmahl, fällt unmittelbar ins Auge. Doch das Kreuz findet sich noch an vielen anderen Stellen der Kirche, oft auch auf den ersten Blick gar nicht sofort zu erkennen. So wie sich das Kreuz als Zeichen des Leides und der Freude im Glaubensleben auch findet, zuweilen ganz offen, zuweilen verborgen – aber immer da.
Die Kreuzkirche mit dem angrenzenden Konfirmandensaal, der als Winterkirche dient, ist der Ort des Gottesdienstes in unserer Gemeinde. Der zweite Standort ist das Paul-Gerhardt-Haus am Bahnhof. Hier sind die Räume für die Christenlehre und die Junge Gemeinde, der Saal für die Proben des Chores und der Bläser. Hier wohnt der Pfarrer und hier sind das Pfarramt und die Büros der kirchlichen Mitarbeiter untergebracht. Zentral ist jedoch die Kindertagesstätte, in der Kinder vom Krippen- bis zum Hortalter betreut und gefördert werden sowie mit den Quellen des Glaubens Berührung finden. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird von der Kreuzkirchengemeinde als Hauptaufgabe für die Zukunft der Kirche verstanden. Dazu ist als hauptamtlicher Gemeindepädagoge Tobias Rothe tätig.

Das Paul-Gerhardt-Haus steht in unmittelbarer Nähe zur römisch-katholischen Jakobuskathedrale sowie zur altlutherischen Heilig-Geist-Kirche. Schon diese räumliche Nähe bringt zum Ausdruck, dass die Ökumene aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken ist.

Allen Christen gemeinsam ist die Aufgabe gestellt, das Wort vom Kreuz zu verkünden: Unser Leben als Gemeinde zeigt, dass dieses Wort Kraft für das Leben ist und große Freude schenkt. Diese wollen wir ausstrahlen. Und dafür stehen unsere Türen für alle offen – für Jung und Alt.

Pfarrer Albrecht Bönisch