St. Barbara Kirche

Kurze Beschreibung der Ebersbacher St. Barbara Kirche

Kirche zu Ebersbach

Vermutlich hat es in Ebersbach bereits um 1300 eine Kirche bzw. Kapelle gegeben. Zuvor mussten die Ebersbacher und Girbigsdorfer für den Besuch
eines Gottesdienstes den Weg nach Jauernick (ca. 14 km) auf sich nehmen.
Beide Orte, Ebersbach und Girbigsdorf, bilden seit je her ein gemeinsames Kirchspiel.
1445 wurde die Kirche der Heiligen Barbara geweiht. Sie besaß damals einen Altar, der die Geschichte der Barbara erzählte, und sicherlich auch eine Barbara-Reliquie. Aufgrund dessen wurde die Kirche schon damals von vielen Pilgern aufgesucht. Heute liegt sie am ökumenischen Jakobsweg, der seit 2003 entlang der alten "via regia" von Görlitz nach Vacha bei Eisenach (in Thüringen) führt.
Der heutige Kirchbau ist durch Erweiterungen und den Einbau eines Einstützengewölbes im 16. Jahrhundert entstanden. Die Turmspitze mit der "Welschen Haube" stammt aus dem Jahr 1718. Im Inneren finden sich neben der bemerkenswerten Mittelsäule Einbauten aus der späten Barockzeit, so Altar und Kanzel aus dem Jahr 1723. Zeugnisse früherer Patronatsherren gibt es in Form von Denksteinen, einer mit Schnitzwerk reich verzierten Patronatsloge und einem als Stammbaum der Familie des Hiob von Salza ausgeführten Fresko.
Die älteste Glocke aus dem Jahr 1474 ruft auch heute noch die Gemeindeglieder zu den Gottesdiensten (in der Regel sonntags, 9.00 Uhr), zur Besinnung und zum Gebet.
Für eine Besichtigung melden Sie sich bitte im Pfarrhaus (das Haus mit grauem Anstrich an der südlichen Seite des Kirchhofes).

Weitere Texte

  • Fundstück: Ebersbach

    Abschrift: Oberlausitzer Gemeinde-ABC. (Artikelreihe in "Die Kirche", 1950 bis 1952)