Bildungswerk

Das Johann-Amos-Comenius-Bildungswerk ist eine unselbständige Einrichtung des Kirchenkreises Schlesische Oberlausitz.

Es ist benannt nach Johann Amos Comenius, einem mährischen evangelischen Theologen und Pädagogen, der am 28. März 1592 in Nivnice im östlichen Mähren geboren wurde und nach einem sehr wechselvollen und schweren Leben, das durch den 30-jährigen Krieg und die Gegenreformation stark geprägt wurde, am 15. November 1670 in Amsterdam starb.

Besonders bekannt wurde Comenius durch seine theologischen und vor allem auch pädagogisch-didaktischen Werke. Er gilt als der Klassiker der neuzeitlichen Pädagogik. Zu seinen Prinzipien gehörte u. a. die Forderung nach einer umfassenden Allgemeinbildung für alle, bildungspolitische Chancengleichheit, die Verpflichtung der Lehrenden zur Anschaulichkeit und Selbsttätigkeit und die Erziehung zum Gebrauch der eigenen Vernunft.

In seinen Schriften betont er immer wieder, dass Selbstsprechen, Selbsthandeln und Selbstanwenden „die einzigen Grundlagen zum gediegenen Wissen, zur Tugend und endlich zur Glückseligkeit“ sind.

Das Bildungswerk weiß sich bei seinen Angeboten den Ideen und dem Bildungsverständnis von Johann Amos Comenius verpflichtet.

Liebe Freunde des Johann-Amos-Comenius-Bildungswerkes und der Kirchlichen Stiftung Ev. Schlesien, liebe Interessenten,

viele von Ihnen warten schon seit einiger Zeit gespannt auf den diesjährigen Veranstaltungsplan. Aber auch ich warte schon seit geraumer Zeit auf je 2 Termin- und 2 Reservierungsbestätigungen, die aber bis zur Drucklegung dieses Faltblattes noch immer nicht eingegangen sind. Aber damit Sie nicht noch länger warten müssen, schicken wir das Faltblatt jetzt auf die Reise zu Ihnen mit dem Zusatz „Änderungen vorbehalten“. Änderungen können aber müssen nicht eintreten.

Eine Änderung, die aber mit Sicherheit eintritt, wird im Juli dieses Jahres sein. Die Stiftung und das Bildungswerk werden mit ihren Geschäftsstellen aus der Schlaurother Str. 11 (= Ev. Zentrum) aus- und in die Langenstr. 43 (Haus der Stadtmission) einziehen. Dies hat zur Folge, dass wir wegen des Umzuges im Juli und August nur ganz wenige Angebote machen können, und sich unsere Fahrten daher auf weniger Monate verteilen müssen.

Und eine weitere Änderung ergibt sich gegenüber der bisherigen Planung: Wegen der Vorbereitungen des Umzuges wird die bereits schon angekündigte Schlesienreise vom Juni auf den September verlegt.

Nicht ändern werden sich dagegen Vielfalt und Qualität unserer Angebote. Ich habe mich bemüht, wieder ein ansprechendes und interessantes Programm zusammenzustellen mit touristisch weniger bekannten Zielen in der Nähe und der Ferne und mit den Schwerpunkten in Kultur, Natur und Geschichte. Sie sind alle herzlich eingeladen mitzukommen.

Ich freue mich auf Sie.

Mit den besten Grüßen    

Ihre Margrit Kempgen

APRIL

24.04.2019: „Tinathal“
- Ganztagsfahrt nach Schönborn und Seifersdorf –
Unsere erste Fahrt in diesem Jahr führt uns vor die Tore der Stadt Dresden. Im Tal der Großen Röder liegt das liebevoll genannte „Tinathal“, ein gerade auch im Frühling zauberhafter, sentimentaler Landschaftsgarten. Nach einem Besuch der „Elf-Gebote-Kirche“ und dem „Pflanzgarten für Zeit und Ewigkeit“ begeben wir uns ins Tinathal. Und natürlich stehen auch noch das Seifersdorfer Schloss und der Park auf unserem Programm. Lassen Sie sich überraschen, wie das kleine Seifersdorf und der europäische Hochadel zusammenhängen.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca.42,- € p. P.

MAI

29.05.2019: „Schlossgeschichte(n) zwischen Elbe und Iser“
- Ganztagsfahrt nach Brandýs nad Labem und Benátky, Cz –
Böhmen ist reich an Geschichte und auch an Schlossgeschichte(n). Zwei besonders sehenswerte Schlösser wollen wir besuchen. Oberhalb der Elbe auf einem Felsvorsprung liegt Schloss Brandýs/Brandeis, geprägt von ständig wechselnden, böhmischen Adelsgeschlechtern, bis es nach 1547 an Kaiser Ferdinand II. und später an Kaiser Rudolf II. fiel. Und natürlich sicherte sich auch Wallenstein Recht an dem begehrten Objekt. Doch nicht nur das Schloss, sondern auch der das Schloss umgebende gleichnamige Ort sind sehenswert. Es ist ursprünglich ein Marktflecken an dem wichtigen Handelsweg Lausitz-Prag gewesen. Von seiner ursprünglichen Bedeutung können wir bei einer Stadtführung mit Markt, Rathaus, Synagoge und einem der ältesten jüdischen Friedhöfe Tschechiens viel erfahren. Etwas weiter nördlich liegt an der Iser ebenfalls auf einem Felsen das Renaissance-Schloss Benátky/Benatek, berühmt für seine fantastischen Sgraffiti aber auch seine Besucher, zu denen die Astronomen Tycho Brake und Johannes Kepler und der Komponist Bedrich Smetana gehörten. Ein Besuch dieses Schlosses mit seinen Ausstellungen ist wirklich lohnenswert.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca.48,- € p. P.

JUNI

26.06.2019: „Von der Wiege bis zur Bahre“
- Halbtagsfahrt nach Dittelsdorf -                     
Dittelsdorf gehört in der Oberlausitz mit zu den Orten mit einem besonders großen und schönen Bestand an Umgebindehäusern. Auf einem Rundgang durch den Ort werden wir unter fachkundiger Führung vieles zur Entstehung dieser speziellen Bauweise erfahren, wer in diesen Häusern lebte und arbeitete. Noch mehr über das Leben auf dem Dorfe in früherer Zeit gibt es in dem sehr sehenswerten Dorfmuseum in der ständigen Ausstellung „Von der Wiege bis zur Bahre“ zu sehen – ein eindrucksvoller Ausflug in die gar nicht so ferne Vergangenheit.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 26,- € p. P.

29.06.2019: „Natur und Kultur erfahren“
- Ganztagsfahrt nach Milków/Arnsdorf, Przesieka/Hain und Piechowice/Petersdorf in Kooperation mit der Kulturreferentin am Schlesischen Museum Görlitz -                 
Hirschberger Tal – das kenne ich! So werden viele von Ihnen – durchaus zutreffend – sagen. Der Begriff Hirschberger Tal steht für viele wieder wunderbar und herrlich hergerichteten Schlösser und Parks. Aber abseits der üblichen touristischen Pfade gibt es inzwischen auch so manches Ungewöhnliche zu entdecken. Da steht die Welt buchstäblich Kopf. So wie das Haus in Milków/Arnsdorf. Ebenso ungewöhnlich ist der „Gläserne Garten“ in Piechowice/Petersdorf, der zwei Rohstoffe vereint: Glas und Granit. Ganz und gar exotisch wird es dann in Przesieka/Hain. Auf einer Fläche von ca.
1,5 ha wurde mit Teichen, Bächen und einem Wasserfall, Stauden und vielen Rhododendronbüschen ein Japanischer Garten angelegt, ein einzigartiger Ort.
Leitung: M. Kempgen, A. Bormann; Kosten: ca. 45,- € p. P.

JULI

05.07.2019: „Weisheit kommt nicht von allein“
- Grill- und Vorleseabend in der Kreuzbergbaude –
Der beliebte Grill- und Vorleseabend ist diesmal dem Thema „Weisheit“ gewidmet. Was ist eigentlich „Weisheit“? Eine Eigenschaft, die man im Laufe seines Lebens erwirbt? Also Altersweisheit? Können Kinder auch weise sein? Oder nur Philosophen? Mithilfe von vielen anregenden Geschichten wollen wir uns auf unterhaltsame Weise mit diesem Thema aus-einander setzen.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 10,- € p. P.

AUGUST

03.08.2019: „Das Schlesische Rom“
- Ganztagsfahrt nach Nysa/Neisse, Pl -
Die Stadt Neisse, die auch das „Schlesische Rom“ genannt wird, war Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums, das den Bischöfen von Breslau gehörte. Als Hauptstadt und als Residenz der Bischöfe von Breslau spielte Neisse vor allem im 16. und 17. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Geschichte Schlesiens. Dies gilt auch für die Wirtschaft. Um die Wende des 16. und 17. Jahrhunderts erlebte Neisse einen wirtschaftlichen und kulturellen Höhepunkt, dies vor allem begründet durch den Handel mit österreichischen und ungarischen Weinen. Bei einem ausführlichen Stadtrundgang können wir sehen, mit welch stattlichen Kirchen- und Klosterbauten die Bischöfe in der Zeit der Gegenreformation das Stadtbild bis heute prägten. Die ebenfalls reiche bürgerliche Kultur lässt sich an einer ungewöhnlich stattlichen Sammlung von Möbeln des 16. bis 19. Jahrhunderts im Kreismuseum Neisse ablesen. Dieses Museum hat seinen Sitz im repräsentativen barocken Palast der Breslauer Bischöfe, der schon für sich allein einen Besuch wert ist. Auch wenn die Anfahrt etwas länger als sonst üblich sein wird (etwa so lang wie nach Oppeln), so lohnt sich diese Fahrt doch mit Sicherheit.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 48,- € p. P.

23.08. – 29.08.2019: „Berge, Burgen und die Zips“
- Studienreise in die Slowakei -
In Poprad, am Fuße der Hohen Tatra, werden wir unser Standquartier haben. Von dort geht es zu vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten wie der Zipser Burg, in die schönste Holzkirche der Slowakei in Tvrdosín, nach Vlkolínec mit seinen Holzhäusern, in die Artikularkirche nach Kezmarok, in die frühere Bergbaustadt Banská stiavnica und, und, und in die beeindruckende Natur der Hohen Tatra. Selbstverständlich werden wir auch wieder eine evangelische Gemeinde besuchen, an ihrem Gottesdienst teilnehmen und auch Gelegenheit haben, uns mit der Geschichte der Karpaten-Deutschen zu befassen. Für die Reise zeichnet wieder unser Vertragsreisebüro Conti-Reisen, Köln verantwortlich.
Leitung: M. Kempgen; Kosten (bei mind. 18 vollzahlenden Teilnehmern) 1.095,- € p. P. im DZ/HP; 1.315,- € p. P. im EZ/HP

31.08.2019: „Schlesischer Kultur(m)-Tag“
- Ganztagsfahrt in die Löwenberger Schweiz, nach Löwenberg / Lwówek ?laski und Giersdorf/Zeliszów in Kooperation mit der Kulturreferentin am Schlesischen Museum Görlitz -
Der rote Faden dieses ganz speziellen Kulturtages sind die Türme. Unter sachkundiger Führung werden wir uns die „Türme“ der Löwenberger Schweiz und danach bei einer Stadtführung die vielen Türme der Stadt Löwenberg anschauen. Dabei werden wir unser besonderes Augenmerk auf die frisch sanierten Wehrtürme richten. Den Abschluss bildet dann der Turm der Kirche in Giersdorf/Zeliszów, dessen Sanierung seit unserem letzten Besuch ebenso wie der Kirchenbau erhebliche und wirklich sehenswerte Fortschritte gemacht hat, und der nunmehr bestiegen werden kann. Den Höhepunkt bildet dann aber ein Konzert mit instrumentaler (Klavier, Querflöte) und vokaler (Sopran) Musik der Romantik – ein ganz besonderes Erlebnis in der Giersdorfer Kirche
Leitung: M. Kempgen, A. Bormann; Kosten: 50,- € p. P.

SEPTEMBER

18.09.2019: „Strittmatter auf der Spur“
- Ganztagsfahrt nach Spremberg und Bohsdorf –
Vor 25 Jahren starb Erwin Strittmatter, dessen Leben und literarisches Schaffen durch seine Herkunft aus der Niederlausitz stark beeinflusst wurde. Bei einer Führung durch Spremberg, seinem Geburtsort, und in Bohsdorf, das die Vorlage für sein vielleicht bestes Werk war, das auch verfilmt wurde, „Der Laden“, wollen wir uns auf seine Spur begeben. Und natürlich wollen wir auch etwas von der Umgebung erfahren, die ihn geprägt hat.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 46,- € p. P.

19.09. – 24.09.2019: „Schlesien und darüber hinaus“
- Standortstudienreise nach Nieder- und Oberschlesien und Großpolen –
Von unserem Standort in Breslau, der kirchlichen TagungsstätteKamienica pod Aniolami“ wollen wir in nahezu alle Himmelsrichtungen unsere Besuchs- und Besichtigungsfahrten unternehmen. Bekannte, weniger bekannte und unbekannte Orte in Schlesien und darüber hinaus werden unser Ziel sein, wie bspw. Krakau/Kraków, Zülz/Biala, Falkenberg/Niemodlin, Kanth / Katy Wroclawskie, Sibyllenort/Szczodre, Posen/Poznan. Begegnungen mit polnischen evangelischen Kirchengemeinden, insbesondere auch das Wiedersehen mit Pfr. Dawid Mendrok in Wloclawek/Leslau sind ebenfalls wieder Teil unseres Programmes. Unser Standort, das „Kamienica pod Aniolami“, hat den großen Vorteil, ganz zentral zu liegen, so dass das Zentrum von Breslau mit Rathaus, Ring, Elisabethkirche usw. in wenigen Geh-Minuten erreichbar ist.
Leitung: M. Kempgen,
Kosten p. P.: ca. 650,- € im DZ / ca. 700,- € im EZ

25.09.2019: „Böhmisch Kamnitz“
- Ganztagsfahrt nach Ceská Kamenice, Tschechien –
Böhmisch Kamnitz ist die frühere Bezeichnung für das heutige Ceská Kamenice, eine historische Stadt im Tal des Flusses Kamnitz/Kamenice. 2006 wurde ihr der Titel „Historische Stadt des Jahres“ verliehen. Und dies zu Recht, geht ihre sehr wechselvolle Geschichte doch bis ins 13. Jahrhundert zurück, als sie als königliche Stadt gegründet wurde. Heute ist sie ein bedeutendes touristisches Zentrum in Nordböhmen mit vielen wertvollen Denkmalen aus der Renaissance- und Barockzeit. Wunderschön ist auch die Umgebung mit vielen Sehenswürdigkeiten, darunter auch dem sogenannten „Brüderaltar“, dem geheimen Gottesdienstort der Böhmischen Brüder.
Leitung: M. Kempgen, Kosten: ca. 45,- € p. P.

OKTOBER

16.10.2019: „Vier Jahreszeiten“
- Halbtagsfahrt nach Wartha  –
Wer alle vier Jahreszeiten auf einmal erleben möchte, sollte mit uns nach Malschwitz / OT Wartha ins „Haus der Tausend Teiche“ fahren. Dieses Informationszentrum des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft vermittelt in seinen Ausstellungen und bei Führungen auf den Lehr – und Erlebnispfaden höchst anschaulich Wissen zu Themen, die uns alle betreffen, wie das Miteinander von Mensch und Natur, die biologische Vielfalt, Ökologie und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 28,- € p. P.

DEZEMBER

06.12.2019: „Der Christbaum ist der schönste Baum“
- Musikalischer Vorleseabend in der Stadtmission –
Unser musikalischer Vorleseabend ist in diesem Jahr Geschichten rund um den und unter dem Christbaum gewidmet. Oder ist es doch eher der Weihnachtsbaum? Wie es inzwischen schon zu einer guten Tradition geworden ist, werden unsere Vorlesegeschichten musikalisch umrahmt von Frau Kroll-Hurtig und Herr Bewerich.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 8,- € p. P.

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