Presse: Neuer Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft evangelischer Schlesier in der schlesischen Oberlausitz

Görlitz. Auf ihrer Herbsttagung im Schloß Deutsch-Paulsdorf wählte die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schlesische Oberlausitz (SOL) einen neuen Vorstand.

Neuer Vorsitzender wurde das langjährige Mitglied der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V., Pfarrer Gerd Simmank aus Hosena. In seiner Vorstellungsrede betonte er seine Verbundenheit zur Kirche in der schlesischen Oberlausitz und seine Wertschätzung ihrer Frömmigkeitsprägung. Der erfahrene Seelsorger war neben seinem Pfarramt lange Jahre Landessynodaler der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz, Stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hoyerswerda und dessen Finanzausschussvorsitzender.

Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft wählten außerdem den Rauschwalder Pfarrer Erdmann Wittig als Stellvertretenden Vorsitzenden. Inge Sobota, Görlitz wurde als Schriftführerin wiedergewählt.

Der Bundesvorsitzende der Gemeinschaft evangelischer Schlesier, Generalsuperintendent i.R. Martin Herche, zugleich auch der bisherige Vorsitzende der LAG Schlesische Oberlausitz, dankte den Mitgliedern des neuen Vorstands für ihre Bereitschaft, sich der Wahl zu diesem Ehrenamt zu stellen und wünschte ihnen für ihre Tätigkeit Gottes Segen.

Hintergrund: Die Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V. wurde nach Flucht und Vertreibung infolge des 2. Weltkriegs gegründet. Ihr Anliegen ist es, das geistliche, geschichtliche und kulturelle Erbe der schlesischen Kirche zu wahren und für die Zukunft fruchtbar zu machen. Dabei liegt ein besonderer Akzent auf der Gemeinschaftspflege ihrer Mitglieder und Freunde.

Der bundesweit tätige Verein gliedert sich in Landesarbeitsgemeinschaften mit eigenen Vorständen und jeweils speziellen Veranstaltungsprogrammen. Erst nach der friedlichen Revolution war es auch in den neuen Bundesländern möglich, Landesarbeitsgemeinschaften zu gründen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Schlesische Oberlausitz geht auf eine Initiative des damaligen Oberkonsistorialrates Norbert Ernst aus Görlitz zurück.

Bundesvorsitzender der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V. ist seit 2015 Generalsuperintendent i.R. Martin Herche, Görlitz.