Presse: Wahlvorschläge für die Generalsuperintendentenwahl im Sprengel Görlitz
Wahlkollegium nominiert Regionalbischof Martin Herche und Superintendent Uwe Simon
Das Wahlkollegium des Sprengels Görlitz hat den Regionalbischof des Propstsprengels Halle- Naumburg, Martin Herche, und den Superintendenten des Kirchenkreises Templin-Gransee, Uwe Simon, als Kandidaten für das Amt des Generalsuperintendenten nominiert.
Die Kandidaten werden sich in einer Pressekonferenz am Dienstag, dem 24. August 2010, 13 Uhr, Georgenkirchstraße 69, 10249 Berlin, vorstellen. Im Anschluss an die Pressekonferenz stehen die Kandidaten und der Vorsitzende des Wahlkollegiums, Bischof Dr. Markus Dröge, für Interviews zur Verfügung.
Die Vorstellungsgottesdienste finden im September statt. Superintendent Uwe Simon hält am 5. September 2010, 15 Uhr, in der Peterskirche, Bei der Peterskirche, 02826 Görlitz seinen Vorstellungsgottesdienst. Regionalbischof Martin Herche wird sich am 19. September 2010, 14 Uhr, in der St. Nikolai-Kirche, Gertraudtenstr. 1, 03046 Cottbus, vorstellen. Im Anschluss halten die Kandidaten jeweils einen Vortrag zu dem Thema: „Kann die Kirche »Land gewinnen«? – Eine kritische Würdigung des EKD-Papiers »Wandeln und Gestalten. Missionarische Chancen und Aufgaben der Evangelischen Kirche in ländlichen Räumen«.“ Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Der Wahlkonvent wird am Samstag, dem 25. September 2010, um 16.00 Uhr in der St. Nikolai-Kirche in Cottbus in geheimer Abstimmung den künftigen Generalsuperintendenten wählen.
Martin Herche wurde 1953 in Wriezen geboren. Er studierte in Berlin und in Naumburg Evangelische Theologie. Nach dem Vikariat in Freyburg/ Unstrut versah er von 1983 bis 1993 in Heringen/Helme den Pfarrdienst. Anschließend war er Pfarrer in Heiligenstadt und übte zugleich das Amt des Superinten- denten des Kirchenkreises Eichsfeld aus. Seit 2001 ist der Theologe Propst, seit 2009 Regionalbischof des Sprengels Halle-Naumburg. Herche arbeitet in zahlreichen Kuratorien mit, unter anderem im Diakoniewerk Halle und den Franckeschen Stiftungen. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.
Uwe Simon wurde 1963 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Berlin und in Göttingen absolvierte er sein Gemeindevikariat in Berlin-Britz. Weitere Stationen führten den Theologen 1991 in die Kirchengemeinde Lichtenrade und 1993 in die Evangelische Kirchengemeinde Kyritz. Seit 2002 ist Simon Superintendent des Kirchenkreises Templin-Gransee. Der Vater dreier Söhne ist seit 2009 Mitglied der Landessynode sowie seit 2010 Mitglied der Tarifkommission der EKBO und stellvertretender Vorsitzender des Ständigen Haushaltsausschusses der EKBO.
Auf den neuen Amtsinhaber wartet die anspruchsvolle Aufgabe, das Zusammenwachsen der beiden ehemaligen Sprengel Cottbus und Görlitz zu begleiten. Die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte im Jahr 2006 beschlossen, die Zahl ihrer Sprengel von vier auf drei zu verringern, um ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen den Sprengeln zu erreichen. Für diese Strukturveränderung war bereits im Jahr 2003 im Neubildungsvertrag zwischen der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz und der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg in Artikel 15,3 die Festlegung getroffen worden, dass Görlitz auch nach einer Veränderung der Sprengel Sitz eines Generalsuperintendenten bzw. des Regionalbischofs bleibt.
Regionalbischof Dr. Hans-Wilhelm Pietz aus Görlitz hat sich im Prozess der Reduzierung der Zahl der Sprengel besonders dafür eingesetzt, dass diese Vereinbarung umgesetzt wurde. Im Herbst 2009 hat die Landessynode dann zum 1.1.2010 den neuen Sprengel Görlitz mit Sitz in Görlitz aus den bisherigen Sprengeln Cottbus und Görlitz gebildet.
Das Wahlkollegium hat bei der Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für das neu eingerichtete Generalsuperintendentenamt des neuen Sprengels Görlitz auch ausführlich die Frage beraten, ob es sinnvoll sei, Regionalbischof Dr. Pietz für dieses Amt als Kandidat vorzuschlagen. Im Gespräch mit Regionalbischof Dr. Pietz wurde dann einvernehmlich entschieden, zur Unterstützung des Integrationsprozesses der beiden ehemaligen Sprengel Cottbus und Görlitz nach dem Grundsatz „Neue Struktur – neue Person“ zu verfahren.
Bis zum 31.12.2010 wird Dr. Pietz im Sprengel Görlitz (alt) die Aufgaben des Regionalbischofs wahrnehmen.
Berlin, 18. August 2010
