Landeschortag 2016 in Görlitz: "I Himmelen"

Skandinavische Musik von Edvard Grieg bis Gabriellas Lied

„I Himmelen“ – im Himmelreich – war der Landeschortag für den Süden der Landeskirche in Görlitz am 8. Oktober überschrieben. Er stand ganz im Zeichen skandinavischer Kirchenmusik. 140 Sängerinnen und Sänger aus dem Sprengel Görlitz begaben sich im Wichernhaus auf eine musikalische Reise von Dänemark, Schweden über Finnland bis nach Island. In Workshops lernten sie neue Chorsätze aus dem Liederbuch „I Himmelen“ kennen, das der Chorverband der Ev. Kirche im Rheinland herausgegeben hat. Der hellblaue Band enthält mit seinen 70 Sätzen einen Querschnitt des geistlichen Repertoires Skandinaviens, ergänzt durch traditionelle Volkslieder aus dem Norden. Neben Werken der bekannten großen Komponisten der Vergangenheit wie Edvard Grieg und Jean Sibelius finden sich etliche Stücke von jüngeren Komponisten wie Knut Nystedt (1915-2014) oder Sven-David Sandström (*1954) in dem leicht bis mittelschwer gesetzten Chorbuch. Inspiriert ist sein Titel durch den schwedisch-dänischen Film „Wie im Himmel“ (Sa Som I Himmelen, 2004), ein Musikdrama von Kay Pollak, aus dem auch der berührende Song Gabriellas auf schwedisch und auf deutsch enthalten ist. Viele der Chorlieder wurden erstmals für diesen Band in die deutsche Sprache übersetzt.

Die Sängerinnen und Sänger der vereinigten Kirchenchöre unter der Leitung von Kreiskantorin Ulrike Scheytt (Görlitz) und Kantor Jan Sören Fölster (Berlin) sowie das Lankwitzer Vokalensemble unter Kirchenmusikdirektor Christian Finke (Berlin) beschlossen ihren anregenden gemeinschaftsstiftenden Probentag mit einem öffentlichen Werkstatt-Konzert in der Görlitzer Frauenkirche.

Der Chortag am 8. Oktober im Wichernhaus und in der Frauenkirche war der dritte regionale Landeschortag der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitzin diesem Jahr. Ihm waren bereits am 12. März in Berlin-Lankwitz und am 21. Mai in Templin die Chortage für die Sprengel Berlin und Potsdam zur skandinavischen Chorliteratur vorausgegangen.

Text und Foto Bettina Bertram, 12. Oktober 2016